Ab Mitte August muss die Zweifaller Straße mehrere Hundert Meter weit zur Hälfte gesperrt werden, denn die Probleme an der Mauer zum Vichtbach sind deutlich größer als zunächst angenommen. Nachdem in der vergangenen Woche bereits ein Teil der Bachufermauer unter dem Gehweg eingestürzt war, wurden bei Untersuchungen nun weitere Schäden gefunden. Man könne nicht ausschließen, dass auch andere Mauern einstürzen.
Wie Straßen.NRW auf Nachfrage bestätigt, wurde während der momentanen Bauarbeiten festgestellt, dass die vor 123 Jahren errichtete Stützmauer an weiteren Stellen vom Vichtbach unterspült wurde. Zur Sicherheit werde man daher ab Mitte August die Fahrbahn am Bach, den Gehweg und auch die Linksabbiegerspur absperren.
Kurzfristig gehe man zwar nicht davon aus, dass es zu weiteren Einstürzen kommt, ausschließen könne man es aber auch nicht. Sollte es in Zukunft zu weiteren Unterspülungen kommen, könnten daher weitere Teile der rund 600 Meter langen Stützwand nachgeben und in den Bach stürzen.
Im August soll der Verkehr daher über die bisherigen Parkplätze geführt werden. Dafür werden ab Montag vorsorglich schon Bordsteine entfernt und die Parkflächen asphaltiert, damit dort eine provisorische Fahrspur entstehen kann.
Die Sperrung soll dann nach derzeitigem Stand bis zum Neubau der kompletten Stützwand bestehen bleiben. Mit dem Bau einer neuen Mauer sei allerdings frühestens ab 2027 zu rechnen. Wie lange die Bauarbeiten anschließend dauern werden, sei noch unklar.
Für den Weg über die Zweifaller Straße bedeutet das: Mehr Wartezeit während der Stoßzeiten einplanen und morgens etwas früher losfahren. Bis dahin soll die provisorische Verkehrsführung verhindern, dass Fahrbahn oder Gehweg beschädigt werden, falls weitere Teile der historischen Mauer einstürzen.




