In Stolberg sieht man Steine soweit das Auge reicht: Seit Jahrhunderten bauen die Stolberger hier mit dem Material, das direkt vor der Haustür zu finden war. Pflaster, Mauern, Höfe und Einfahrten prägen bis heute viele Straßen in der Kupferstadt. Doch Wind, Wetter und die Jahre hinterlassen ihre Spuren. Viele Böden verlieren ihren Glanz, Moose und Ablagerungen setzen sich fest.
Genau das ist auch Yannik Laumen und Justin Steinicke aufgefallen. Die beiden Freunde kennen sich seit über zehn Jahren und haben ihren Beruf den Steinen unserer Stadt gewidmet:
„Wir haben schon lange darüber gesprochen, gemeinsam etwas zu machen und dann überlegt, was wir sinnvolles tun können“, erzählen die Freunde. Erste Erfahrungen haben sie dafür bei Bekannten gesammelt, indem sie dort die Einfahrten und Höfe gereinigt haben. So entstanden Ende letzten Jahres die „Reinheitsgaranten“ mit dem Ziel, bestehende Steinflächen zu erhalten, statt sie vorschnell zu erneuern. Denn viele Hausbesitzer denken bei verwitterten Pflastersteinen direkt an eine kostspielige Neugestaltung. Doch das muss nicht sein, finden die beiden:
„Die alten Steine haben ihren ganz besonderen Charme. Was man davon auch erhalten kann, das säubern wir lieber, als es abzureißen“, erklärt Yannik.
Gerade in einer Stadt wie Stolberg, in Steine ein Stück Identität sind, sei das Bewahren oft die bessere Lösung. Statt teurer Neuverlegung setzen sie auf Reinigung. Einen Tag lang ist das Team vor Ort, befreit die Flächen von Schmutz, Moos und Ablagerungen und sorgt dafür, dass Einfahrten, Terrassen oder Höfe wieder gut aussehen:
„Viele sind ganz erstaunt, wie schön ihre alte Einfahrt eigentlich aussehen kann“, lacht Justin.
Mit ihrer Idee verbinden Yannik und Justin ihre Arbeit mit Nachhaltigkeit. Manchmal ist eben nicht neu auch automatisch besser, sondern es reicht aus, Bestehendes wieder sichtbar zu machen. Und genau das passt irgendwie auch zu Stolberg.




