Am Freitagabend sorgten rätselhafte Durchsagen für Verunsicherung bei vielen Anwohnern auf dem Donnerberg: Mehrfach waren seit dem Nachmittag laute Durchsagen zu hören. Vermutlich mit Hilfe eines Megafons hatten Unbekannte im Namen der Polizei dazu aufgerufen, die Häuser am Abend nicht mehr zu verlassen.
Eine Ansage, die bei vielen Nachbarn für Besorgnis sorgte: „Auf einmal hörten wir eine Durchsage, dass alle Bewohner in ihren Häusern bleiben sollen“, berichtet eine Stolbergerin.
Schnell verbreitete sich die Information auch in der Nachbarschaft. Gerüchte machten die Runde, es sei ein weißes Auto unterwegs, aus dem die Durchsagen von einer Frauenstimme verbreitet würden.
Während einige Anwohner bereits das Schlimmste befürchteten, stellte sich kurze Zeit später heraus: Die Polizei hatte mit den Warnungen überhaupt nichts zu tun. Den Beamten war weder eine Gefahr bekannt, noch hatten sie selbst die warnenden Durchsagen veranlasst.
Die Polizei gehe davon aus, dass sich bislang unbekannte Personen zu später Stunde einen üblen Scherz erlaubt haben. Offenbar fuhren sie mit ihrem Auto durch die Siedlungen auf dem Donnerberg und verbreiteten über ein Megafon die gefälschten Polizeidurchsagen.
Noch am selben Abend hatten die Beamten zwar versucht die Verursacher zu finden, doch die Suche blieb ohne Erfolg, da inzwischen keine Durchsagen mehr zu hören waren.
Warum es zu dieser Aktion kam und was sich die Verursacher davon erhofften, ist bislang vollkommen unklar. Fest steht jedoch: Die falschen Warnungen haben viele Anwohner unnötig verunsichert und für Fragen auf dem Donnerberg gesorgt.




