Die Hoffnung war groß, doch sie wird sich nicht erfüllen: Der Europatunnel in Stolberg wird auch 2026 nicht wieder normal befahrbar sein. Für viele Stolberger bedeutet das: Weiterhin vor dem Tunnel auf Tempo 30 runterbremsen und voraussichtlich bald eine Großbaustelle im Tunnel.
Solange wichtige Sicherheitseinrichtungen fehlen, bleibt es bei der aktuellen Regelung: „Die Tempo 30-Regelung gilt aus Sicherheitsgründen bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten. Änderungen an der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sind vorher nicht vorgesehen“, erklärt Torsten Gaber von Straße NRW.
Auch wenn die Betriebsräume bereits entkernt, eine provisorische Notbeleuchtung installiert und die Energieversorgung erneuert wurde, fehlt noch die entscheidende Sanierung des Tunnels und der sicherheitstechnischen Anlagen. Bisher existieren dafür zwar Pläne, doch die Umsetzung kann noch dauern:
„Die Ausschreibungsunterlagen des Bauauftrags für die Neuinstallation der betriebs- und sicherheitstechnischen Ausstattung im Europatunnel werden derzeit von uns erarbeitet“, erklären die Verantwortlichen.
In den nächsten Monaten werde dann erst einmal nach einer Baufirma für die Sanierung gesucht. Die Vergabe des Auftrags werde im zweiten Quartal 2026 erwartet.
Anschließend sei dann mit rund 50 Wochen Bauzeit zu rechnen, bis der Tunnel wieder normal befahren werden kann. Währenddessen könne es zu Einbahnstraßenregelungen, Baustellenampeln oder falls nicht vermeidbar auch zeitweisen Vollsperrungen kommen, welche man aber zu verhindern oder möglichst kurz zu halten versuche.
Bis dahin wird die Verkehrssicherheit durch provisorische Beleuchtung, Blinklichter und die Geschwindigkeitsbegrenzung gewährleistet. Damit ist klar: Eine Fertigstellung im Jahr 2026 ist nicht mehr zu schaffen. Auch wenn der Europatunnel vorerst noch ein Provisorium bleibt, beginnen dieses Jahr zumindest die Bauarbeiten.




