Während in der gesamten StädteRegion die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, hat sich die Lage in Stolberg in eine andere Richtung entwickelt. Mit einem Anstieg von 7,26 Prozent gehört die Kupferstadt neben der Eifel zu den einzigen Bereichen, in denen mehr statt weniger Straftaten wurden. Im Vergleich zu 2024 verzeichnet Stolberg sogar den größten Anstieg aller Nachbarstädte laut der neusten Kriminalstatistik.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den Gewaltdelikten: Insgesamt wurden 152 gefährliche Körperverletzungen registriert und damit ein Plus von knapp 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auffällig ist dabei, dass vor allem die Taten im öffentlichen Raum stark zugenommen haben. Auf Straßen, Wegen und Plätzen kam es sogar 36 Prozent häufiger zu gefährlichen Körperverletzungen als noch im Jahr zuvor. Und auch wegen einfacher Körperverletzungen wurde rund 23% häufiger ermittelt als 2024.
Gleichzeitig gibt es aber auch positive Entwicklungen: Sowohl Sachbeschädigungen als auch Wohnungseinbrüche sind weniger worden. Dafür wurde allerdings mehr geklaut. Insgesamt rund 7% öfter wurde ohne Erlaubnis der Besitz anderer Stolberger gestohlen.
Warum Stolberg den insgesamt positiven Trend der StädteRegion nicht mitgehen konnte, lasse sich laut den Beamten nicht eindeutig erklären. Die Polizei arbeite bereits mit der Stadt in einer Ordnungspartnerschaft zusammen und wolle auch weiterhin Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen. Dennoch habe man die steigenden Zahlen, insbesondere im Bereich der Gewaltdelikte wahrgenommen und beschäftige sich damit.
Für viele Stolberger bleibt die Hoffnung, dass sich der Trend im laufenden Jahr wieder umkehrt und die Stadt im neuen Jahr wieder an die insgesamt positive Entwicklung der Region anknüpfen kann.




