Ein riesiger Berg aus Möbeln und Sperrmüll hat am Montag in der Stolberger Innenstadt für zahlreiche erstaunte Blicke gesorgt. Sofa, Schränke, Regale und unzählige weitere Einrichtungsgegenstände türmten sich am Straßenrand. Auf den ersten Blick sollte wohl ein kompletter Hausstand entsorgt werden. Das könnte nun ein Nachspiel haben.
Bereits am Sonntagabend hatten Anwohner und Autofahrer beobachtet, wie zahlreiche Möbelstücke aus den Fenstern eines nahegelegenen Wohnhauses geworfen wurden:
„Als alles aus dem Fenster runtergeschmissen wurde, hat mich fast eine Schranktür getroffen, als ich daran vorbeigefahren bin“, berichtet ein Autofahrer.
Obwohl der Sperrmüll nach Angaben der Stadt angemeldet war, verteilten sich Matratzen, Kleidung und Kartons von der Straße bis über den Gehweg. Die Müllabfuhr habe am Montag schon einen großen Teil mitgenommen, musste ihre Arbeit dann aber einstellen, weil die Menge das normale Volumen einer Sperrmüllanmeldung bei weitem übertraf.
Am Ende blieb auch nach der Abholung durch die RegioEntsorgung noch ein riesiger Müllberg übrig, der schließlich von der Stadt beseitigt werden musste:
„Unser Ordnungsamt hat die für den Sperrmüll verantwortliche Person aufgefordert, den überschüssigen Müll innerhalb einer Frist ordnungsgemäß zu entsorgen. Der Müll wurde im Anschluss an den Ablauf der Frist von den Kollegen im Technischen Betriebsamt entfernt“, erklärt die Stadt Stolberg.
Für den Verursacher könnte der Vorfall nun teuer werden. Das Ordnungsamt hat inzwischen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet:
„Die Bußgelder liegen hier in der Regel in einem Rahmen von 50 bis 2.500 Euro“, teilt die Stadt weiter mit.
Für viele Stolberger ist der Vorfall zwar nur einer von zahlreichen Sperrmüllfällen, doch die Menge des entsorgten Hausrats sorgte diesmal selbst bei langjährigen Anwohnern für Verwunderung. Die Stadt hofft in solchen Fällen auf Hinweise aus der Bevölkerung, um Verursacher zu ermitteln. Wenn kein Verursacher gefunden werden kann, werden die Kosten auf alle Bürger umgelegt.




