Dreizehn Jahre lang stand Sascha Nerlich nicht mehr hinter seiner eigenen Kneipentheke. Jetzt zieht es den Wirt wieder zurück in die Gastronomie und er hat sich gleich einiges vorgenommen.
Zwei Betreiber wollen ihre Lokale am Eingang des Steinwegs unerwartet nicht mehr weiterführen. Die Idee, dass der 53-Jährige nun beides übernimmt, kam daher eher ungeplant. Anfangs war er nur gefragt worden, ob er ab Oktober die „Krone“ übernehmen möchte und dann kam plötzlich auch noch die Kupferlounge dazu:
„Erstmal musste ich mir das einige Zeit durch den Kopf gehen lassen, aber dann habe ich mitbekommen, wie viele Leute sich darüber freuen würden“, erzählt der Stolberger.
Viele Stolberger kennen Sascha noch aus KlimBim-Zeiten, das er damals nach 32 Jahren von seinem Vater übernommen hatte. Nun kehrt er 13 Jahre nach der Schließung mit dem „Cu nine“ wieder hinter die Theke zurück. Das „Cu“ stehe dabei für Kupfer und „nine“ für die Fußball- und Duckpin-Bowlingbahnen im hinteren Bereich des Lokals.
„Ich bin froh jemanden gefunden zu haben, der unsere beiden Gastronomien in Zukunft mit Leben füllt“, freut sich auch Vermieterin Monika Lück über den Neustart.
In Zukunft soll sich in den beiden Lokalen einiges ändern. Sascha möchte mehr Veranstaltungen anbieten und aus dem Restaurant eine Art Pfannkuchenhaus machen. Dazu soll es wechselnde Tagesgerichte geben.
Die offizielle Eröffnung von „Cu nine“ sei zwar erst für den 6. September geplant, doch schon vorher will er mit einer kleinen Karte erste Testläufe probieren. Bis dahin werde draußen noch einiges umgebaut, damit die ersten Gäste auch die große Terrasse nutzen können.
Dass es auch Kritik zu seinem neuen Konzept gibt, nimmt der Gastronom an und versucht daraus zu lernen. Für ihn überwiegt die Freude darüber, nach so langer Zeit wieder Gastronom in Stolberg zu sein.
Und viele Stolberger freuen sich offenbar mit, denn nach 13 Jahren steht Sascha bald wieder dort, wo ihn viele noch kennen, hinter der Theke.




