Ein trauriger Vorfall beschäftigt derzeit Tierfreunde aus Münsterbusch: Am Glashütter Weiher wurden offenbar mehrere Küken einer Nilgansfamilie mit einem Luftgewehr beschossen und verletzt. Für eines der Tiere kam jede Hilfe leider zu spät.
Am Samstag erhielt eine Tierpflegerin aus dem Tierheim einen Hinweis ihrer besten Freundin: Sie habe ein Küken entdeckt, das verletzt am Weiher unterwegs war:
„Da ich Tierpflegerin bin, bin ich natürlich direkt los und habe nach dem Tier geschaut“, berichtet die junge Frau. Zunächst sei ihr nur eine Verletzung am Hals aufgefallen. Erst später stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein Geschoss aus einem Luftgewehr handelte.
Gemeinsam mit Helfern versuchte sie, das Küken einzufangen. Ein Angler habe sie mit einem seiner Fangnetze dabei unterstützt. Der Mann habe außerdem erzählt, dass es noch weitere verletzte Küken geben soll:
„Zwei weitere hatten Verletzungen an den Füßchen, waren ansonsten aber zum Glück relativ fit“, erzählen die Helfer.
Das schwer verletzte Küken wurde zwar umgehend zur Vogelhilfe von Diana Koncos gebracht, doch die Verletzungen waren offenbar zu schwer und das Tier verstarb kurze Zeit nach seiner Ankunft. Besonders traurig: Die Helfer hatten dem kleinen Nilgans-Küken bereits einen Namen gegeben:
„Weil das Kleine so tapfer war, haben wir es kurzerhand auf den Namen ‚Erbse‘ getauft“, erzählt die Tierpflegerin.
Nilgänse sind zwar keine heimische Vogelart, dennoch stehen auch sie unter dem Schutz des Tierschutzgesetzes. Das gezielte Verletzen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt, sondern ist regelmäßig auch ein Fall für die Polizei.
Für die kleine „Erbse“ kam leider jede Hilfe zu spät. Zurück bleibt die Hoffnung, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.




