Ein dramatischer Einsatz hat am frühen Morgen die Stolberger Feuerwehr beschäftigt. Bereits um 5:22 Uhr ging der Notruf ein: Zimmerbrand mit Rauchentwicklung. Nur wenige Minuten später wurde der Einsatz schon auf „Menschenleben in Gefahr“ erhöht.
Als die ersten Kräfte am Pümpchen eintrafen, schlugen bereits Flammen und dichter Rauch aus den Fenstern eines Wohnhauses in der engen Gasse. Im Gebäude befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch mehrere Personen und das Feuer hatte sich offenbar bereits ausgebreitet.
„Im Erdgeschoss hat jemand rumgeschrien und es schlugen Flammen aus dem Fenster“, berichten Nachbarn am Montagmorgen.
Während ein Teil der Bewohner sich noch selbst ins Freie retten konnte, riefen andere an den Fenstern um Hilfe und mussten von der Feuerwehr gerettet werden:
„Einige wollten schon aus den Fenstern springen, als hinter Ihnen der Rauch immer dichter wurde. Zum Glück kam aber genau in dem Moment die Feuerwehr an“, erzählt ein anderer Nachbar, denn auch aus den oberen Etagen drang bereits dichter schwarzer Rauch.
Insgesamt mussten fünf Personen gerettet werden. Eine Person wurde dabei mithilfe einer tragbaren Leiter aus dem Dachgeschoss gerettet, da das Feuerwehrfahrzeug nicht in die enge Gasse passte. Eine weitere musste aus dem Obergeschoss die Leiter hinab klettern. Zwei weitere Personen wurden aus dem Flur geholt und in Sicherheit gebracht.
Zwei Bewohner seien durch das Feuer verletzt worden, einer davon sogar so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Eine weitere Person erlitt mittelschwere Verletzungen.
Rund 80 Rettungskräfte waren im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, das Haus zu räumen und die Verletzten zu behandeln. Trotz des schnellen Eingreifens ist das Haus vorerst unbewohnbar.
Ein Bewohner des Hauses sei von der Polizei mitgenommen worden berichten Nachbarn. Laut den Beamten gehe es zunächst um die Klärung seiner Personalien. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.




