Der brutale Angriff, bei dem einem Stolberger Anfang des Jahres offenbar ein Ohr abgeschnitten werden sollte, nimmt eine noch dramatischere Wendung: Inzwischen ermittelt die Polizei wegen versuchten Totschlags und sucht Zeugen.
Wie die Ermittler jetzt mitteilen, steckt hinter dem Vorfall eine ganze Kette von Gewalttaten: Bereits am 29. Januar 2026 wurden zwei junge Männer Opfer eines Angriffs durch bislang unbekannte Täter. Begonnen hatte alles mit einem Überfall auf einen 27-jährigen Mann, der am Abend gegen 21:15 Uhr auf dem Parkplatz des Sportplatzes „Schützheide“ in Breinig geparkt hatte. Die Täter bedrohten und verletzten ihn, raubten anschließend sein Auto und fuhren davon.
Doch damit war die Tat offenbar noch nicht beendet: Mit dem grauen Audi A4 fuhren die Täter nach derzeitigen Erkenntnissen weiter nach Büsbach zu einem Autohaus in der „Atzenach“ und griffen dort auch einen Bekannten des Opfers an. Sie zerrten den 24-Jährigen in das zuvor gestohlene Fahrzeug und setzten ihre Flucht fort.
Auf der Autobahn A44 soll die Situation im Anschluss dann weiter eskaliert sein: Während der Fahrt sei der Mann weiter bedroht worden, weshalb er um zu Entkommen die Tür öffnete und aus dem fahrenden Auto sprang.
Die Beamten fanden den gestohlenen Audi später am Freibad in Eschweiler Dürwiß wieder. Die Hintergründe der Tat sind zwar weiterhin unklar, aber die Gewalt mit der die Angreifer vorgingen, scheint so drastisch gewesen zu sein, dass nun der Vorwurf des versuchten Totschlags im Raum steht.
Die Staatsanwaltschaft Aachen und die Polizei bitten nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer etwas beobachtet hat oder Angaben zu den Tätern machen kann, wird gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.




