Mit Angst und emotionalen Geschichten wollen sie Menschen um ihr Erspartes bringen: In den vergangenen Stunden haben sich Stolberger bei der Leitstelle der Aachener Polizei gemeldet und von Schockanrufen berichtet. Das Ziel der Anrufer seien am Dienstag vor allem Menschen aus der Eifel und in Stolberg gewesen. Doch auch aus Aachen wurden entsprechende Anrufe gemeldet.
Die Masche sei dabei immer ähnlich: Die Unbekannten Anrufer setzen ihre Opfer unter enormen Druck und behaupten beispielsweise, ein Angehöriger liege schwer erkrankt im Krankenhaus. Für eine angeblich dringend benötigte Behandlung mit einem Krebsmedikament seien daher plötzlich 50.000 Euro nötig. Andere Anrufer erfinden angebliche Einbrüche und versuchen so, ihre Gesprächspartner zu verunsichern. Am Ende gehe es aber immer um das gleiche, nämlich die Betroffenen zur Übergabe von Bargeld oder Schmuck zu bewegen.
Am Dienstag gingen bis zum Nachmittag schon ein gutes Dutzend Meldungen bei den Beamten auf der Leitstelle ein. Die gute Nachricht: Nach aktuellem Stand blieb es immer nur bei den Versuchen. Zu einer erfolgreichen Übergabe kam es demnach nicht.
In solchen Fällen gilt: Ruhe bewahren und nicht unter Druck setzen lassen! Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auflegen und den vermeintlichen Notfall über eine selbst bekannte Telefonnummer überprüfen. Niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen übergeben. Auch die Polizei oder andere Behörden fordern am Telefon nicht dazu auf, Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung auszuhändigen.
Und ganz wichtig: Sprecht auch mit Eltern, Großeltern und älteren Nachbarn über diese Masche. Denn genau darauf setzen die Betrüger – dass die Angst größer ist als der Zweifel.




