Schlechte Nachrichten für das Stolberger Krankenhaus: Das Bethlehem Gesundheitszentrum steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das Krankenhaus will nun seine wirtschaftlichen und strukturellen Probleme angehen und sich für die Zukunft neu aufstellen. Für Patienten und Beschäftigte gibt es zunächst eine wichtige Nachricht: Der Klinikbetrieb läuft trotz aller Probleme normal weiter.
Das Bethlehem-Krankenhaus ist seit mehr als 160 Jahren ein fester Bestandteil von Stolberg und mit rund 1200 Mitarbeitern außerdem einer der größten Arbeitgeber in der Stadt. Obwohl vor allem die Geburtenstation zu den erfolgreichsten in der Region zählt, setzen gestiegene Kosten für Energie, Medizinprodukte und Personal das Haus zunehmend unter Druck. Hinzu kommen politische Entscheidungen durch die das Bethlehem nach eigenen Angaben mit einem zusätzlichen Minus in Millionenhöhe rechnet.
Die Betreiber wolle nun prüfen, wie das Gesundheitszentrum für die Zukunft wirtschaftlich und strukturell dauerhaft tragfähig aufgestellt werden kann. Dabei sollen laut den Verantwortlichen unter anderem die Leistungsbereiche und der Personalaufwand betrachtet werden:
„Die Löhne und Gehälter der Kolleginnen und Kollegen sind abgesichert. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten läuft während des Prozesses uneingeschränkt fort“, erklärt Tobias Holzschneider als Geschäftsführer. Auch Lieferanten sollen weiterhin pünktlich bezahlt werden.
Für die Stolberger steht dabei viel auf dem Spiel. Der Plan sei nun das medizinische Angebot stärker an den Bedürfnissen vor Ort ausrichten: „Die Sicherung der wohnortnahen Versorgung ist dabei Teil der Identität des Hauses“, betont Holzschneider.
Wie genau die Sanierung aussehen wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Das erklärte Ziel der Verantwortlichen sei jedoch, das Krankenhaus langfristig wirtschaftlich zu sichern und die medizinische Versorgung in Stolberg zu erhalten.




