In Zweifall soll aus dem ehemaligen Sägewerk am Ortseingang schon bald eine moderne Fleischerei werden. Michael Bungenberg will mit seinem Familienunternehmen dorthin umziehen und seine kleine Metzgerei in der Dorfmitte schließen. An der Münsterau soll dann bald nicht nur Wurst- und Fleisch produziert, sondern bald auch geschlachtet werden.
„Am liebsten schon gestern!“, sagt Bungenberg mit einem Augenzwinkern wenn man ihn fragt, wann es losgehen soll. Aktuell plane er den Umzug für Anfang bis Mitte nächsten Jahres. Gerade in der Lebensmittelverarbeitung seien umfangreiche bauliche, technische und hygienische Anforderungen zu erfüllen die einfach Zeit brauchen.
Erst 2011 hatte Bungenberg seine Fleischerei in der Dorfmitte eröffnet. Inzwischen sind er und seine vier Verkaufswagen auf Märkten aber auch weit über das Dorf hinaus bekannt. In der kleinen Metzgerei werde es daher langsam zu eng: „Man könnte sagen, dass wir dort Tetris spielen“, lacht der Fleischermeister.
Während in den letzten Jahren andere Fleischereien Stolberg sogar verlassen haben, wolle die Familie im ehemaligen Sägewerk auch in Zukunft am Dorf und ihrem Familienbetrieb festhalten. Schon seit der Übernahme im Jahr 2021 war die Familie damit beschäftigt, die Hallen und Flächen von Flutschäden zu befreien, jetzt gehe es darum alles für den Umzug vorzubereiten.
Geschlachtet werden soll dann bald auch direkt in Zweifall, aber nur für den eigenen Bedarf und nicht für andere Betriebe. Dabei gehe es den Bungenbergs vor allem ums Tierwohl, denn die Tiere sollen ohne lange durch die Gegend gefahren zu werden aus dem eigenen Bestand und der unmittelbaren Umgebung kommen.
Der Umzug soll am Ende nicht nur die Familie, sondern auch die Zweifaller Dorfmitte entlasten, denn das Parken und rangieren der Kundschaft war in der Dorfmitte nicht immer einfach. Sobald der gesamte Betrieb umgezogen sei, werde die kleine Fleischerei im Dorf daher auch geschlossen. Wie die Räumlichkeiten danach genutzt werden könnten, sei aber noch offen.




