Die riesige Rauchsäule am Himmel war auch von Stolberg aus vergangene Woche nicht zu übersehen. Während im Hürtgenwald und später auch im Hohen Venn die Flammen wüteten, haben sich mehr als 100 Stolberger Feuerwehrleute freiwillig gemeldet, um zu helfen.
Los ging es bereits am vergangenen Donnerstag, als sich gegen 16:30 Uhr die ersten Stolberger auf den Weg in den Hürtgenwald machen, um gemeinsam mit Feuerwehren aus der gesamten Region die Brände im Wald zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Als dann plötzlich noch ein weiterer Brand im Hohen Venn ausbrach, war die Entscheidung schnell getroffen. Ab Samstag standen die ersten Einsatzkräfte auch an der Grenze zu Belgien im Wald. Die Feuerwehr Monschau hatte um Unterstützung gebeten, um Vorbereitungen zu treffen und später auch bei den Arbeiten auf belgischer Seite zu helfen:
„Die Stolberger Feuerwehr wurde gefragt, ob wir unsere Kräfte zur Verfügung stellen können. Viele Kameradinnen und Kameraden haben sich daraufhin freiwillig gemeldet und machten sich anschließend auf den Weg in die Eifel“, erklärt Jan Wellding als Leiter der Feuerwehr.
Mit rund 35 Feuerwehrleuten im Hürtgenwald und weiteren 70 Kräften im Hohen Venn bekämpft die Stolberger Feuerwehr damit seit rund einer Woche die Brände in unseren Nachbarwäldern. Das bedeutete für die Freiwilligen lange Tag- und Nachteinsätze, bei denen sie im 12-Stunden-Takt ausgetauscht wurden, sodass rund um die Uhr genügend Helfer vor Ort waren. Sie alle haben ihre Freizeit geopfert, um dort zu helfen, wo ihre Unterstützung dringend gebraucht wurde.
Auch heute sind noch Einsatzkräfte und Material im Hohen Venn vor Ort. Glücklicherweise beruhigt sich die Lage aber langsam, auch dank der Unterstützung aus der Kupferstadt. Der Einsatz zeigt erneut: Wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird, ist die Stolberger Feuerwehr zur Stelle.




