Erst am Sonntag wurde auf der Birkengangstraße eine Katze gefunden, die in einem Pappkarton ausgesetzt wurde. Nur kurze Zeit zuvor sorgte ein kleiner Hund für Aufsehen, der alleine durch die Straßen lief und den anscheinend niemand vermisste. Zwei Fälle, die leider keine Einzelfälle sind.
Ein paar Löcher in einem Umzugskarton. So wurde am Wochenende gegen 13 Uhr eine Katze auf Höhe der Donnerberger Kaserne zurückgelassen. Wie das Tierheim der StädteRegion Aachen mitteilt, häufen sich derzeit die Funde von offensichtlich ausgesetzten Tieren. Auch Stolberg tauche dabei immer wieder auf. Die Entwicklung bereitet dabei große Sorgen:
„Leider häufen sich solche Fälle überall und zeigen die Problematik unserer Wegwerfgesellschaft“, erklärt das Tierheim. Oft würden Tiere angeschafft, weil sie auf Fotos niedlich wirken. Wenn sie dann Arbeit machen, Aufmerksamkeit benötigen oder Geld kosten, würden manche Besitzer die Verantwortung einfach abgeben oder schlimmer noch: die Tiere ihrem Schicksal überlassen.
Neben diesen Fällen gibt es auch immer wieder Menschen, die ihre Tiere aus finanziellen Gründen nicht mehr versorgen können. Gerade dann werde jedoch häufig zu lange gewartet, bis Hilfe gesucht wird. Die Folgen für die Tiere seien teilweise dramatisch.
Für die ausgesetzten Tiere beginnt nach dem Fund oft eine belastende Zeit. Da Gesundheitszustand und Impfstatus unbekannt sind, folgen Quarantäne, Untersuchungen, Impfungen und eine aufwendige Einschätzung ihres Verhaltens. Viele dieser Belastungen könnten den Tieren erspart bleiben, wenn Besitzer selbst den Weg ins Tierheim wählen und wichtige Informationen über ihr Tier weitergeben würden.
Das Tierheim appelliert deshalb an alle Tierhalter: Wer sein Tier nicht mehr halten kann, sollte Hilfe suchen und Verantwortung übernehmen. Ein Tier einfach auszusetzen ist keine Lösung.




