Müll auf Wiesen, am Straßenrand und im Wald wird für die Stolberger immer teurer. Die Kosten erreichen inzwischen ein neues Rekordhoch. Wie die Stadt Stolberg uns auf Anfrage mitteilt, hat die Entsorgung von wildem Müll alleine im Jahr 2024 rund 462.000 Euro verschlungen, die am Ende alle Stolberger bezahlen müssen.
Während die Kosten im Jahr 2023 noch bei 365.345 Euro lagen, sind die Ausgaben innerhalb nur eines Jahres auf fast eine halbe Million Euro gestiegen. Gründe dafür seien laut Stadt sowohl die allgemein höheren Entsorgungskosten aber auch die zunehmende Menge an illegal abgeladenem Müll.
Um die Kosten auf die Verursacher umzulegen, versucht die Stadt inzwischen zwar stärker gegen Müllsünder vorzugehen, doch auch wenn die Ordnungswidrigkeitsverfahren von 78 auf 127 Verfahren im Jahr 2025 gestiegen sind, bleiben die damit verbundenen Bußgelder ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Obwohl die Bußgelder von rund 8.000 Euro im Jahr 2023 auf rund 13.900 Euro im Jahr 2025 gestiegen sind, lassen sich die Kosten der Entsorgung damit nicht einmal annähernd decken. Mit verstärkten Kontrollen und mehr Präsenz im Stadtgebiet wolle die Stadt weiterhin versuchen möglichst viele Müllsünder zu erwischen:
„Grundsätzlich ist die ordnungsgerechte Entsorgung von Müll eine Daueraufgabe, bei der jeder Einzelne einen Beitrag für ein sauberes Stolberg leisten kann“, erklärt die Stadtverwaltung.
Am Ende bleibt den Stolbergern nichts anderes übrig, als die Rechnung zu übernehmen. Umgerechnet auf die rund 57.684 Einwohner bedeutet das, dass jeder Stolberger inzwischen rund 8 Euro für Müll zahlen muss, den er gar nicht verursacht hat
Trotzdem bleibt das Problem in vielen Stadtteilen sichtbar: Fast täglich werden Sperrmüll, Bauschutt oder Hausmüll illegal am Straßenrand, in Wäldern oder auf Parkplätzen entsorgt. Viele Stolberger ärgert dabei vor allem eines: Dass am Ende alle Bürger die Kosten für den wilden Müll mittragen müssen.




