Ein lauter Knall und dann direkt der nächste: Am Donnerstagmorgen kam es in der Rottstraße in Gressenich zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall mit gleich zwei heftigen Einschlägen und hohem Sachschaden.
Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Transporter aus der Brühlstraße kommend einen Kleinwagen an der Kreuzung übersehen und ihm die Vorfahrt genommen. Der Kleinwagen krachte daraufhin seitlich in das Fahrzeug. Doch damit war der Unfall noch nicht vorbei.
Der Transporter wurde durch den Aufprall nicht gestoppt, sondern fuhr weiter direkt in eine Hauswand gegenüber der Einmündung. Erst dort kam das Fahrzeug schließlich zum Stehen.
Beide Fahrer aus Aachen und Langerwehe wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Mindestens einer von ihnen wollte sich eigenständig nach dem Zusammenstoß in ärztliche Behandlung begeben.
Der Sachschaden ist erheblich: Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Und auch die Backsteinwand des Wohnhauses ist durch den Aufprall an mehreren Stellen gerissen.
Für viele Anwohner kommt der Unfall allerdings nicht überraschend. Seit der Sperrung der Hauptverbindung in Richtung Schevenhütte habe der Verkehr im Wohngebiet deutlich zugenommen:
„Seit der Sperrung in Schevenhütte fahren viel zu viele Autos durch unser Wohngebiet. Dass es irgendwann hier zu einem schweren Unfall kommt, war nur eine Frage der Zeit“, berichtet ein Anwohner.
Auch andere kritisieren die Situation: Zuparkte Straßen würden die Sicht erschweren, Vorfahrtsregeln würden häufig missachtet.
Für die beiden Unfallbeteiligten kommen diese Informationen jedoch zu spät. Zurück bleiben zwei demolierte Autos und die Erkenntnis, wie schnell aus einer unübersichtlichen Situation ein folgenschwerer Unfall werden kann.




