Blitzer sorgen in Stolberg immer wieder für Diskussionen: Viele Autofahrer ärgern sich über die mobilen Messstellen oder darüber, dass sie bei kleinen Geschwindigkeitsüberschreitungen geblitzt werden. Auf der Sebastianusstraße aber wünschten sich nach mehreren Unfällen auch die Atscher selbst eine Kontrolle. Dabei ging der Polizei am Donnerstagmorgen ein echter Raser ins Netz.
Am Donnerstagvormittag bauten Beamte ihren mobilen Blitzer gut versteckt am Straßenrand der Sebastianusstraße auf, um dort den Verkehr zu kontrollieren. Dabei hielten sich die meisten der insgesamt 377 gemessenen Fahrzeuge an die Höchstgeschwindigkeit von 50 Km/h. An der Straße werden inzwischen regelmäßig Kontrollen durchgeführt, da es sich nicht nur um einen Schulweg handelt, sondern es dort auch schon mehrfach zu Unfällen gekommen ist.
„Bei den Messungen fielen 53 Fahrzeuge auf, weil sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatten“, berichtet die Aachener Polizei.
Während 46 Verkehrsteilnehmer nur leicht über dem Tempolimit lagen und mit einer Verwarnung davonkamen, wird es für sieben Autofahrer etwas teurer. Sie waren mehr als 16 km/h zu schnell und müssen nun mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen.
Ein Fahrer übertraf dabei jedoch alle anderen mit Abstand: Der Mann raste mit unglaublichen 107 km/h an den Beamten und ihrer Kamera vorbei, als es plötzlich blitze. Damit war er mehr als doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt.
Für ihn dürfte die Fahrt nun ein teures Nachspiel haben: Neben einem hohen Bußgeld drohe ihm laut der Polizei auch ein Fahrverbot.
Während viele Diskussionen rund um Blitzer oft die Frage nach der Verhältnismäßigkeit aufwerfen, werden hier wohl die meisten zustimmen, dass solche Geschwindigkeiten im Stadtgebiet wirklich nichts zu suchen haben.




