Viele Banken haben der Stolberger Innenstadt in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt, doch eine Bank ist der Innenstadt auch nach über einem Jahrhundert treu geblieben: Die VR-Bank hat wieder in der Rathausstraße eröffnet.
Bereits 1908 eröffnete das Geldinstitut damals seinen ersten Standort in Stolberg und auch nach der Flut möchte die Bank an der Stadt festhalten:
„Wir sind eine lokale Bank und da gehört es auch dazu, dass mein Team und ich für die Kunden vor Ort erreichbar sind“, erklärt Jörg Orgeig. Zwar sei die Filiale nach der Flut vorübergehend nur eingeschränkt über einen Hintereingang erreichbar gewesen, doch der Betrieb lief weiter.
Seit dem Jahreswechsel ist die VR-Bank nun wieder in ihre gewohnten Räumlichkeiten an der Rathausstraße 53 umgezogen. Mit ihrer Rückkehr gab es zum Start aber auch eine Verabschiedung: Nach 45 Jahren ging Filialleiter Thomas Braun in den Ruhestand und Jörg Orgeig übernimmt als sein Nachfolger.
Der Donnerberger arbeitet seit 16 Jahren in der Stadt und kennt sowohl die Stolberger als auch die Besonderheiten der Kupferstadt: „Ich freue mich, dass mit meinem Start auch unsere Räumlichkeiten einen Neustart erfahren“, so Orgeig.
Doch nicht nur ihren Standort, sondern auch die Beratungszimmer widme die Bank bewusst Stolberger Themen: Neben dem „Burgzimmer“ und „Gehlens Kull“, mit großen Bildern des Naturschutzgebietes an der Wand, habe man auch ein „Familienzimmer“ in die neue Filiale eingeplant.
Seit über einem Jahrhundert gehört die VR-Bank zur Stadt und dass sie bleibt, während andere Banken ihre Filialen schließen, ist sicherlich ein gutes Zeichen und eine Freude für die Menschen, die hier leben.




