Der Himmel meinte es am Rosenmontag nicht ganz so gut mit den Jecken wie noch am Tag zuvor in Büsbach. Immer wieder zogen leichte Regenschauer über die Innenstadt, doch davon ließen sich die Stolberger nicht aufhalten. Trotz Nieselregen und grauer Wolken versammelten sich zahlreiche Stolberger am Straßenrand, um gemeinsam mit ihrem Prinzen Johann den Höhepunkt des Karnevals zu feiern.
Entlang der Salmstraße, über die Rathausstraße bis hin zum Steinweg standen große und kleine Jecken dicht an dicht, Regenschirme wurden kurzerhand zu bunten Accessoires umfunktioniert. Immer wieder schallt ein lautes „Alaaf!“ durch die Straßen, als sich der Rosenmontagszug mit seinen kostümierten Gruppen, Musikzügen und bunten Wagen seinen Weg durch die Innenstadt bahnte.
Und natürlich regnete es nicht nur Wasser von oben, sondern auch Kamelle flogen wieder reichlich in die Menge. Kinder streckten ihre Beutel in die Höhe und selbst der Regen konnte die ausgelassene Stimmung nicht trüben. Besonders am Kaiserplatz versammelten sich wieder zahlreiche Stolberger, um ihren Stadtprinzen an seinem großen Tag vor dem alten Rathaus zu begrüßen. Dort wurde, wie es sich für Rosenmontag gehört, gesungen, geschunkelt und gemeinsam gefeiert.
Für den Karneval wird in Stolberg vieles möglich gemacht: Pünktlich zum großen Tag wurde sogar noch der Teer auf der Baustelle am Willy-Brandt-Platz aufgetragen, sodass der närrische Tross trotz Baustelle auch durch den Steinweg ziehen konnte.
Die Stolberger haben heute bewiesen, dass Karneval nicht vom Wetter abhängt: Es sind die Menschen, die Vereine, die Musik und das gemeinsame „Alaaf“, die den Rosenmontag zu einem Tag voller Gemeinschaft und jecker Lebensfreude mitten im Herzen von Stolberg machen.




